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Geschichte hautnah Entdecken Sie Weikersheim!

Schloss Weikersheim

Schloss, Schlossgarten und Residenzstadt – Weikersheim ist so perfekt erhalten, dass die gräfliche Familie des 18. Jahrhunderts heute ohne zu zögern wieder in ihr Reich einziehen könnte. Kein Wunder, wenn sich heutige Besucher wie in einem Dornröschenschloss fühlen und in das Leben früherer Jahrhunderte eintauchen. Der um 1600 entstandene Rittersaal ist so überwältigend reich ausgestattet, dass es fast mehrere Besuche braucht, um die vielen Einzelheiten zu entdecken. Der Schlossgarten gehört zu einem der schönsten Gärten Deutschlands und lädt zum Lustwandeln ein.

Schloss Weikersheim

 

Öffnungszeiten

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie muss das Schloss Weikersheim bis auf weiteres wieder für Besucher geschlossen werden! Auch der bisherige freie Rundgang durch den Rittersaal ist nicht mehr möglich. Weiterhin geöffnet ist der Schlossgarten von 10.00 Uhr bis  bis 17.00 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher.

Preise

Die Eintrittspreise finden Sie hier: Besucherinformation

Kostüm- und Sonderführungen

Um noch tiefer in die Geschichte der Weikersheimer Grafen einzudringen bietet die Schlossverwaltung eine Auswahl an interessanten Kostüm- und Sonderführungen an. Die genauen Termine und Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender oder unter Sonderführungen

Eintauchen in die Geschichte

Tauchen Sie ein in die Geschichte der Hohenloher Grafen mit den Kostümführungen im Schloss Weikersheim.


Kostümführungen

Stadtkirche St. Georg

Durch die großzügige Unterstützung des Grundherrn Conrad von Weinsberg und seiner Frau Anna, geborene Gräfin von Hohenlohe-Weikersheim wurde im Jahre 1419 angefangen die alte, außerhalb der Stadt gelegene Kirche abzutragen und in der Stadt eine neue Kirche zu bauen. Bis zum heutigen Aussehen gab es in allen Epochen viele Umbauten und Renovierungen. Bedeutsam ist das Epitaph des Enkelkindes des Stifters aus dem Jahre 1437. Liebevoll wird es das „Weikersheimer Prinzle“ genannt und ist eine der ältesten Kinderdarstellungen des Mittelalters.

Öffnungszeiten

täglich 9 - 18 Uhr

Während der Gottestdienste bitten wir um Rücksicht.
 

Geschichte

Die Stadtkirche von Weikersheim

…Johannes von Brunn, Bischof von Würzburg, bewilligt Konrad von Weinsberg, dem die Herrschaft Weikersheim verschrieben war, die außerhalb der Ringmauer stehende Pfarrkirche abzureisen und diese in die Stadt zu versetzen; an die alte Stelle soll eine Kapelle gebaut werden;

                                                                                                                                          ausgestellt 10. Januar 1419 Siegel Bischof von Würzburg

Dieser Text ist Bestandteil der Urkunde, die noch im Original im Hohenloher Zentralarchiv in Neuenstein vorliegt. Dadurch steht fest, dass es bereits vor 1419 außerhalb der Weikersheimer Stadtmauer eine Vorgängerkirche gegeben hat. Weikersheim war um das Jahr 1100 vermutlich noch ein offenes unbefestigtes Haufendorf jenseits des Vorbachs im Bereich des heutigen Friedhofs an einer Furt der Tauber gelegen. In diesem Ur-Weikersheim oder in deren Nähe stand eine Kirche, die dem Hl. Georg geweiht war und den Gottesdiensten der Bevölkerung von Weikersheim und Schäftersheim diente. Die Lage außerhalb der geschützten Stadt war für die Weikersheimer unbequem und in Zeiten von Kleinkriegen und Fehden unter Landesherren und Rittern auch gefährlich. Die Kirchgänger waren während des Kirchganges ungeschützt. Nachdem die Schäftersheimer im Jahre 1403 eine eigene Pfarrei erhielten und die Kirche auch baufällig war, trat man an die Würzburger Bischöfe mit dem Wunsch heran, die Kirche innerhalb der Stadt verlegen zu dürfen. Hilfreich hierfür war die Fürsprache des auf Burg Weikersheim residierenden damaligen Grundherrn Conrad von Weinsberg und seiner Frau Anna, geborene Gräfin von Hohenlohe-Weikersheim, die sich in einem Brief(1418) an die Würzburger Bischöfe dazu verpflichteten, die Hauptkosten zu tragen:

Wir Conrad Herre zu Weinsperg des Heiligen Römischen Reiches Erbkaemmerer und wir Anna von Weinsperg geborn von Hohenloh sin elich hußfrauen bekennen öffentlichen mit diesem brieff für uns, unser erben und nachkommen, wenn uns die erwürdigen und geistlichen Herren zu Würzburg die erlaubnis geben haben, dass man abrechen solle und möge die rechte pfarrkirche zu Weikersheim vor der stat gelegen und von neuem ein pfarrkirchen zu Weikersheim in der stat machen und vollbringen solle und möge, so wollen wir das mit der hilffe des allmächtigen gottes ihm zu lobe und eren anheben.“

Durch diese großzügige Hilfe wurde im Jahr 1419 angefangen, die alte, außerhalb gelegene Kirche bis auf den Chor und die herrschaftliche Gruft abzutragen. Dieses Material wurde beim Bau der neuen Kirche wiederverwendet. Noch heute sichtbar ist der romanische Rundbogenfries im Langhaus, welches zwischen 1419 und 1425 errichtet wurde. Es sollte eine großartige Kirche gebaut werden, jedoch war das Geld knapp. Aufrufe von Bischöfen fordern auf, für den Weikersheimer Kirchenbau zu opfern. Diese Almosen versprachen einen Ablass für das Fegfeuer.

Das Patrozinium des Heiligen St. Georg wurde auf die neue Kirche übertragen, die Reste der alten Kirche wurden als Friedhofskapelle genutzt und dem Hl. Kreuz geweiht. Immer wieder taucht aber auch eine Weihe zu Ehren des Blutes Christi auf. Neben der Pfarrkirche gab es nach Aufzeichnungen noch zwei Kapellen, eine Lucienkapelle, die im Bereich des heutigen Bahnhofes stand und die Kapelle zum Hl. Blut im Bereich des Heiligen Wöhrs. Jährlich pilgerten wohl viele Menschen zu dieser Kapelle, um die Reliquie zu sehen, die angeblich das Blut von Christus enthielt. Da aber die Kapelle zu klein war für den Ansturm der vielen Wallfahrer wurde beschlossen das wundertätige Blut in die neu zu bauende Stadtkirche zu verlegen. So wurden Stadtkirche und Wallfahrtskirche verbunden. An der Vollendung der Kirche wurde noch lange gearbeitet. Bedeutsam ist das Epitaph des Enkelkindes des Stifters aus dem Jahre 1437 aus Ton und Blei gefertigt. Es handelt sich um eines der ältesten Kinderdarstellungen des Mittelalters und wird in Weikersheim liebevoll das „Weikersheimer Prinzle“ genannt. Der Herzog Heinz von Sachsen-Lauenburg starb im Alter von sechs Jahren in Weikersheim. Bis zu dieser Zeit wurde auch der Westturm errichtet.
Graf Wolfgang Ernst von Hohenlohe verlegte ab 1586 seine Residenz nach Weikersheim und ließ die Kirche nach evangelischer Gottesdiensttheorie umbauen. So kamen zwischen 1587 -1590 Emporen, Kanzel und Altartisch dazu.
Ein besonderes Interesse am weiteren Ausbau der Stadtkirche hatte auch sein Sohn und Nachfolger Graf Georg Friedrichs. Der noch gotische Chor wurde durch einen Hochchor ersetzt und die Osttürme zwischen 1616 und 1618 errichtet.
Von 1682 – 1683 waren Reparaturen am südlichen Langhausdach nötig, bevor 1714 unter Graf Carl Ludwig eine gründliche Instandsetzung der Kirche durchgeführt wurde.
1722 kamen neue Glocken im Westturm dazu und auch eine Uhr wurde erworben.
Graf Ludwig Friedrich Carl von Hohenlohe-Neuenstein stiftete 1766 eine Orgel. Bereits 1612 ist der Einbau einer Orgel nachgewiesen, die eine frühere ersetzte. Eine Modernisierung erfolgte 1976 durch die Weikersheimer Orgelbaufirma Laukhuff.
1830 wurde die Dachkonstruktion im 1. DG Westturm erneuert.
1934 fand aus Anlass der 1100 Jahrfeier der Stadt eine umfassende Renovierung statt. Der Heizkeller wurde eingebaut.
1965 – 1966 Reparatur der Osttürme
Um den ursprünglichen Charakter der Kirche zu bewahren wurde bei der Renovierung 1972/74? ein Rückbau der zweiten Empore durchgeführt.

Ab 2019 im Jubiläumsjahr erfolgt die Renovierung des Westturmes vom Langhaus mit zahlreichen Aktionen, deren Erlös zu den Finanzierungen beitragen.

Die Stadtkirche St. Georg in Weikersheim prägt zusammen mit den historischen Bauten und dem gegenüberliegenden Schloss das Gesamtbild der Stadt Weikersheim.

Quellen:
Aufzeichnungen des ehemaligen Stadtpfarrers Herrn Herbert Lang (Verweser) von 1933
Stadtkirche Weikersheim, Große Baudenkmäler Heft Nr. 303
Ev. Stadtkirche St. Georg Weikersheim; Kurzführer durch die Kirche

Kirchenmusik

Derzeit finden keine Kirchkonzerte statt.

Bergkirche Laudenbach

Abseits der großen Welt, am Rande der Diözese Rottenburg-Stuttgart, inmitten schöner, kulturreicherUmgebung ist die Bergkirche "Zur Schmerzhaften Mutter " nicht irgendein "Käppele im Wald" sondern ein hochkarätiges Ziel für viele, die immer wieder zu diesem schönen Fleckchen Erde kommen.

Öffnungszeiten

April bis September 9.30 bis 18 Uhr

Oktober bis März 10 - 17 Uhr

Der Eintritt ist frei!

Hinweis: Die kunsthistorich bedeutsame Hatzfeldgruf kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Kosten für die Führung: pro Person 1 €, mindestens jedoch 25 €

Geschichte

Der Bau des Gotteshauses wurde durch die örtlichen Herren von Finsterlohe initiiert, die Grundsteinlegung erfolgte 1412. Im Jahre 1421 wurde „die Capella im hohen Holz“ von Papst Martin V. der Pfarrei Laudenbach zugeschlagen, die Originalurkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Stuttgart. Geweiht wurde die Kirche 1459 durch den Würzburger Bischof Johann III. von Grumbach.

Das Gebäude birgt eine Reihe von Kunstschätzen, so etwa eine Gruppe der Anbetung der Heiligen Drei Könige von Schülern Tilman Riemenschneiders, die Orgel von Johann Philipp Seuffert (1723) und das Gnadenbild der Schmerzensmutter eines unbekannten Künstlers (vermutlich 15. Jahrhundert). Eduard Mörike hat die Kirche in einem Gedicht beschrieben.

Eduard Mörike und die Bergkirche

Bei der Marien-Bergkirche

Eduard Mörike

O liebste Kirche sondergleichen,
Auf deinem Berge ganz allein,
Im Wald, wo Linden zwischen Eichen
Ums Chor den Maienschatten streun!

Aus deinem grünen Rasen steigen
Die alten Pfeiler prächtig auf,
An Drachen, Greifen, Laubgezweigen
Reich bis zum letzten Blumenknauf.

Und Nachtigall und Kuckuck freuen
Sich dein- und ihrer Einsamkeit,
Sie kommen jährlich und erneuen
Dir deine erste Frühlingszeit.

Der Wohllaut deiner Orgeltöne
Schläft, ach, manch lieben langen Tag,
Bis einmal sich dein Tal der Schöne
Deines Geläutes freuen mag.

Dort, wo aus gelbem Stein gewunden
Die Treppe hängt, ein Blumenkranz,
Vertieft sich heut in Abendstunden
Mein Sinn in ihre Zierde ganz.

Sieh! ihre leicht geschlungnen Glieder
Verklären sich in rotes Gold!
Und horch, die Spindel auf und nieder
Gehn Melodieen wunderhold!

Musik der hundertfachen Flöte,
Die mit dem letzten Strahl verschwebt,
Und schweigt - bis sie die Morgenröte
Des gleichen Tages neu belebt.

Am Geburtstag des Freundes

Eduard Mörike lebte von 1844 bis 1851 in Mergentheim. Er war als Pfarrer außer Diensten gestellt und konnte sich so ganz dem Schreiben widmen. Während dieser Zeit besuchte er oft seinen Freund Pfarrer Wilhelm Hartlaub in Wermutshausen. Sein Weg dorthin führte auch an der Bergkirche vorbei.

Kontakt

Anmeldungen für Führungen und Gottesdienste:

Katholisches Pfarramt St. Margareta
Ortsteil Laudenbach
Kirchgasse 6
97990 Weikersheim
Tel. 07934 7282
E-Mail pfarramt.laudenbach@drs.de

Tauberländer Dorfmuseum

Das Tauberländer Dorfmuseum bildet das Pendant zum höfischen Leben und präsentiert die größte Sammlung ländlichen Kulturguts in Tauberfranken.

Öffnungszeiten

1. April bis 31. Oktober
Samstag, Sonntag und an Feiertagen
jeweils  13.30 bis 17.00 Uhr

Sondervereinbarung für Gruppen auf Anfrage

 

Preise

Eintrittspreise:
Erwachsene  3,- €
Ermäßigt  2,- €
Schüler 1,- €
Führungspauschale 20,- € (zusätzlich zum Eintrittspreis)

Geschichte

Der “Kornbau” stammt aus dem 16. Jahrhundert, das Inventar – Möbel, Werkzeug, Kleidungsstücke, komplette Werkstätten – stammt überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Etliches rettete der Sammler Kurt Meider aus Scheunen und Häusern, die im Zug der Modernisierung der 50er Jahre vorm Abbruch standen. 

1972 zogen die ersten Stücke in den Kornbau ein. Sie zeugen von harter Arbeit. Mit Spinnrad und Webstuhl, später der Nähmaschine, wurde Kleidung gefertigt, selbst gebackenes Brot musste vier Wochen halten, Knechten und Mägden genügte eine einzige Truhe für den Umzug ihrer gesamten Habe. Im Weinland trank man Most – Wein gab’s im Schloss. Vorratshaltung ohne Kühlschrank? Schwierig. Feiertage? Kirchweih! Seit rund 600 Jahren wird sie in Weikersheim gefeiert. Im Tauberländer Dorfmuseum tauchen Sie ein in eine – nicht nur gute – alte Zeit.

Kontakt

Tauberfränkische Volkskultur e.V.
1. Vorsitzende: Birgit Bulenda
Büro: Hauptstraße 42
97990 Weikersheim, Tel. 07934-1209
E-Mail: tauberfraenkische-volkskultur@t-online.de

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Der Gänsturm

Der Gänsturm, einst Stadttorturm aus der Gotik wurde in den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges durch Granaten halb zerstört und erst im Jahre 2003 durch bürgerliches Engagement wieder aufgebaut.

 

Stadtmuseum

Öffnungszeiten

Aufgrund der Corona Pandemie muss das Stadtmuseum leider bis auf weiteres geschlossen bleiben!