Elpersheim
Die Geschichte von Elpersheim
Elpersheim hat seine Wurzeln in der Zeit der Franken. Der Name des Dorfes erzählt die Geschichte von Alberich, der sich mit seiner Sippe um das Jahr 600 hier ansiedelte. Die erste urkundliche Erwähnung von Elpersheim datiert auf das Jahr 1219.
Das mittelalterliche Elpersheim
Das Dorf besaß einen "Ringwall" und drei Tore, das untere Tor an der Brücke, das Mühltor an der Mühlgasse und das obere Tor Richtung Pfitzingen. 1820 wurde das letzte Tor abgebrochen.
Elpersheim heute
Heute zählt Elpersheim etwa 800 Einwohner mit steigender Tendenz. Die Landwirtschaft und der Weinbau sind wichtige Wirtschaftszweige des Dorfes. Elpersheim ist Heimat für viele junge Familien und bietet eine Vielfalt an kulturellen Aktivitäten.
Kulturelle Highlights
Ein Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Pfingstfest des SV Elpersheim mit sportlichen und musikalischen Highlights. 2019 feierte Elpersheim sein 800-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Im Oktober 2022 wurde die umgebaute und modernisierte Taubertalhalle eingeweiht.

Haagen
Die Erstbelegung Haagens mit dem Namen Hagen erfolgte möglicherweise im Jahr 1260, die urkundliche Erwähnung im Jahr 1353. Der Name des Ortes lässt auf eine "um einen Platz zum Schutz eingezogene Einfriedung" schließen. Haagen war ein Lehen der Würzburger, das vor allem von der Familie Finsterlohe beherrscht wurde. Seit 1975 bildet Haagen als kleinster Teilort zusammen mit der Stadt Weikersheim eine Gemeinde und hat rund 40 Einwohnerinnen und Einwohner.

Honsbronn/Bronn
Honsbronn
Honsbronn blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Dies geht aus der Oberamtsbeschreibung von 1880 hervor, in der Honsbronn als "abseits der Welt" gelegen beschrieben wird. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er im Jahr 1219/20 als Hagensbrunnen. Der Ort mit seinen ca. 100 Einwohner*innen ist jedoch immer wieder in den Archiven verzeichnet. Aufgrund der Lage als kleines Dorf im Grenzland zwischen dem Deutschen Orden und den Hohenloher Grafen kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Konflikten. Die gegenwärtige Situation ist geprägt durch Frieden und Stabilität. Der ehemals landwirtschaftlich geprägte Ort hat sich zu einem Wohndorf mit Wohlfühlcharakter entwickelt. Der Ort kann mit Stolz auf die Erfolge beim Kreis- und Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" verweisen. 1998 wurde die Bronzemedaille beim Landesentscheid gewonnen, 2000 der erste Platz im Kreiswettbewerb erreicht und 2001 die Silbermedaille auf Landesebene errungen. Im Jahr 2019 feierte Honsbronn eine 800-Jahr-Feier mit 2.000 Besucherinnen und Besuchern sowie vielfältigen Darbietungen im gesamten Ort.
Bronn
Bronn (erstmals erwähnt 1301), mit 27 Einwohnern, ist bekannt durch die Grillhütte am Waldrand, den Heimatfreundeverein, und die "Bronner Feldtage" (400 Besucher pro Jahr).
Laudenbach
Laudenbach befindet sich in einer idyllischen Lage im Vorbachtal, einem Seitental der Tauber. Der Ort, der für seinen Weinbau bekannt ist, zählt ca. 860 Einwohner*innen und ist seit der Eingemeindung 1974 der größte Stadtteil der Stadt Weikersheim und gehört zur Genussregion Vorbach-Tauber. Der gemütliche Weinort bietet Ruhe, Entspannung, Natur und Kultur für Jung und Alt, Familien und Freunde gemäß dem Leitmotiv "Laudenbach liebenswert und lebendig". Erstmals urkundlich erwähnt wurde Laudenbach im 9. Jahrhundert in einer Urkunde des Klosters Fulda. Im Mittelalter waren die Ortsadeligen Herren von Lutenbach, das freiherrliche Herrschergeschlecht der Hohenlohe sowie das Adelsgeschlecht der Finsterlohe Lehensträger. Nach dem Tod des letzten von Finsterlohe fiel das Lehen an das Hochstift Würzburg. Im Jahr 1574 verlieh Bischof Julius Echter der Gemeinde ein Siegel, welches bis heute als Gemeindewappen geführt wird. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Laudenbach als Unterpfand für Darlehen an das Adelsgeschlecht von Hatzfeld vergeben, welches sich als besonderer Förderer der Bergkirche erwies.
Sehenswürdigkeiten in Laudenbach
Die bekannte Bergkirche blickt seit mehr als einem halben Jahrtausend von der Höhe hinab in das Tal. Die Kirche beherbergt bedeutende Werke, darunter Figuren aus der Schule von Tilman Riemenschneider und das Hatzfeldgrab von Achilles Kern. Sie ist ein wunderbares Kunstwerk. Die Bergkirche ist bis heute ein beliebtes Ziel für Pilgergruppen und Kunstinteressierte aus Nah und Fern. Die Marien-Bergkirche inspirierte bereits Eduard Mörike zu einem Gedicht. Zu den weiteren historischen Wahrzeichen Laudenbachs zählen das Schlößle als ehemalige Wasserburg, der Julius-Echter-Keller und die Zehntscheune, der gut erhaltene Wehrturm Herkelsturm in der Ortsmitte, die Ruine des Wartturms sowie die Pfarrkirche St. Margareta. Die Tradition des Weinbaus in Laudenbach lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Landschaft ist geprägt durch große Steinriegel, die sich an den Hängen hinaufziehen. In den Steinmauern reift seit Jahrhunderten die verbreitete süßrote Rebsorte "Tauberschwarz" – eine köstliche, autochthone Besonderheit des Vorbachtals. Laudenbach bietet ideale Voraussetzungen für junge Familien. Ein aktives Vereinsleben, zahlreiche dörfliche und regionale Feste, darunter der alljährliche Faschingsumzug als Höhepunkt, tragen zu einer hohen Lebensqualität bei. Dank der verkehrsgünstigen Lage mit direkter Bahn- und Busverbindung sowie der Nähe zur Württemberger Weinstraße ist Laudenbach ein ideales Ausflugsziel. Neben der Gastronomie bietet der Campingplatz Schwabenmühle attraktive Urlaubsmöglichkeiten.

Nassau
Nassich, wie der Ortsteil Nassau im Volksmund genannt wird, hat seinen Namen vom alten Wassergraben. Vermutlich schon im 7. Jahrhundert lockte die feuchte Niederung Siedler an. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1103: "Nahasa" ging an das Kloster Hirsau. Seit dem 13. Jahrhundert besaßen die Hohenloher den Ort. Auch in Nassau gab es einen Ortsadel, der aber nur selten erwähnt wird. Die Pfarrkirche von Nassau stammt aus der Stauferzeit mit frühgotischen Fresken; der Turm ist spätromanisch (1517). In der Nähe von Nassau liegt das einsam gelegene Gut Louisgarde, ursprünglich ein staufisches Kloster, später Domäne der Hohenlohe, heute in Privatbesitz. Nördlich des Ortsteils liegt idyllisch der Nassauer See, der mit einem Rundweg zum Spazierengehen, Wandern und Radfahren einlädt. Ein Teil des Sees steht unter Naturschutz (Fischlaichgebiet).

Neubronn/Oberndorf
Der Name Neubronn leitet sich von der starken Ortsquelle ab, die der Gemeinde ihren Namen gab. Übersetzt bedeutet er "Ort am neu entdeckten, neu gefassten Brunnen". Die zunächst hohenlohischen Orte Neubronn, Oberndorf und Standorf wurden der Herrschaft Röttingen (Kloster Fulda) zu Lehen gegeben. Im Jahr 1802 wurde die Herrschaft gemäß Reichsdeputationshauptbeschluss an den Fürsten von Hohenlohe-Bartenstein übertragen. Der Ort war von einem Wallgraben umgeben, von dem noch beträchtliche Reste vorhanden sind. Die Kirche stammt aus romanischer Zeit und befindet sich in dem noch ummauerten Friedhof. Südöstlich von Neubronn soll ein Dorf namens Degelbronn gestanden haben, von dem sich heute noch Mauerreste finden lassen.
Neubronn liegt über dem Taubertal, etwa 5,5 Kilometer südöstlich von Weikersheim. Die Einwohnerzahl beträgt zusammen mit Oberndorf etwa 250 Personen. Der Weiler Oberndorf befindet sich in südöstlicher Richtung von Neubronn und ist seit jeher eng mit Neubronn verbunden. Neubronn ist Standort mehrerer Handwerksbetriebe sowie eines mittelständischen Unternehmens mit rund 90 Arbeitsplätzen. Im Jahr 2013 wurde das Projekt "Lebendige Zukunft Neubronn/Oberndorf" ins Leben gerufen. Die Bewohnerinnen und Bewohner treffen sich in verschiedenen Gruppen, um gemeinsame Aktionen zu planen und zu veranstalten. Dadurch wird ein lebendiges Miteinander in der Dorfgemeinschaft gefördert. Regelmäßig finden Treffen beim "Dorfbänkle" statt, zudem werden Vorträge gehalten und gemeinsame Feste gefeiert. Ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur von Neubronn ist der Kindergarten am Ortsrand, der sowohl eine Kindergartengruppe als auch eine Tagespflegebetreuung anbietet. Des Weiteren ist Neubronn für sein Waldschwimmbad bekannt. Der Ort ist ein beliebtes Ziel für Urlaub auf dem Lande. Der Förderverein des Bades organisiert jährlich verschiedene Aktionen und arbeitet dabei mit der Stadt Weikersheim zusammen, um das Bad attraktiver zu gestalten. Im Jahr 2012 konnte ein neues Kinderplanschbecken eröffnet werden. Aktuell hat die Stadt Weikersheim am Ortsausgang in Richtung Oberndorf ein neues Baugebiet erschlossen, das Ortsansässigen und neuen Mitbürger*innen gute Möglichkeiten bietet. Mit dem Kindergarten, dem Waldschwimmbad und der "Lebendigen Zukunft Neubronn/Oberndorf" bieten die beiden Ortschaften ihren Bewohner*innen eine hohe Lebensqualität.

Queckbronn
Queckbronn befindet sich in einer Höhe von 350 Metern über dem Meeresspiegel im Taubertal. Der Ort liegt in Sichtweite des Karlsbergs und hat rund 110 Einwohnerinnen und Einwohner. Queckbronn gehört zu den Orten, die bereits in früher Zeit besiedelt wurden. Dies lässt sich anhand von Silbermünzen ableiten, die um das Jahr 1000 geschlagen wurden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Queckbronn im Jahr 1261 als Eigentum der von Hohenlohes und Versallen. Der Name lässt sich auf eine Quelle zurückführen und bedeutet so viel wie "lebendiger, frischer Brunnen". Im Jahr 1972 wurde eine Eingemeindung zur Stadt Weikersheim vollzogen. Der Ort ist in erster Linie von Landwirtschaft und Weinbau geprägt.
Schäftersheim
Schäftersheim befindet sich in einer Entfernung von ca. zwei Kilometern von Weikersheim aus tauberaufwärts am Fuß des Klosterbergs mit der weithin sichtbaren Dorfkirche St. Nikolaus. Der Ort gehört zum Weinbaugebiet Württemberg und stellt den nördlichsten Einstieg in die Württembergische Weinstraße dar. Zu den bevorzugten Anbausorten zählen der historische Tauberschwarz sowie der Schäftersheimer Kerner. Die Romantische Straße führt mitten durch das Wahrzeichen des Ortes, den imposanten Torhausbau, und passiert das ehemalige Klosterareal im Dorf. Weiter führt sie in Richtung Rothenburg ob der Tauber. Erstmals urkundlich belegt ist der Ort seit 1146 durch toggenburgische Güterbesitzungen. Die romanische Chorturmkirche St. Nikolaus stammt aus dem 12. Jahrhundert und verfügt über sehenswerte mittelalterliche Fresken. Ihre "Thüringer Dachhaube" stellt einen besonderen Blickfang dar. Im Jahr 1162 gründete der Stauferherzog Friedrich IV. von Rothenburg das bedeutende Prämonstratenser-Kloster. Heute beherbergt das Areal einen Energieversorger mit einer über 100-jährigen Tradition, Wohnungen, ein Weingut mit rustikaler Heckenwirtschaft sowie eine beliebte Klosterhofwirtschaft.

