Am Sonntag, 26. März 2017, werden sich unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler beim "Tag der offenen Ateliers" in ihren Werkstätten von 11.00 bis 18.00 Uhr den interessierten Besuchern vorstellen. Die teilnehmenden Künstler werden  in Kürze veröffentlicht.

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Vielfalt! Präzision! Hingabe! . . .
Sehen! Hören! Fühlen! . . .
Mit allen Sinnen - bei vollem Verstand.
In Weikersheim leben und arbeiten Künstler
in unterschiedlichen Disziplinen.

Große Dynamik

Sabine Pickert:
Keramikerin und Schmuckdesignerin

Atelieradresse:
Am Bahnhof 1
97990 Weikersheim
Tel: 07934/2599894
0151/52161687

Über einen Umweg kam die Keramikerin Sabine Pickert zur Gestaltung. Zunächst zeichnete sich nämlich ein ganz anderer beruflicher Werdegang ab. Nach dem Abitur begann sie ein Studium der Chemie in Marburg. Was den Außenstehenden auf den ersten Blick etwas verwundert, war für Sabine Pickert naheliegend. Schließlich zählten schon in der Schulzeit Chemie, Biologie, aber eben auch Kunst zu ihren Favoriten unter den Schulfächern. Ein Studienortwechsel nach Mainz sollte jedoch nicht nur zu einer räumlichen Veränderung führen.

„Der Wunsch, etwas Künstlerisches zu machen, trat wieder in den Vordergrund. Für ein Innenarchitekturstudium benötigte ich ein Praktikum und über Umwege kam ich bei der Keramikdesignerin Ursula Motz-Schönhaber in Kelkheim im Taunus zu einem Praktikumsplatz, wo ich ein Jahr lang auf sehr kreative Art und Weise mit Ton gearbeitet habe“. So entstand bei Sabine Pickert der Wunsch, mit dem Material Ton auch beruflich zu arbeiten und in Folge bewarb sie sich in Krefeld an der Fachhochschule Niederrhein für das Fach Keramikdesign.

Im Jahr 1997 legte sie schließlich erfolgreich ihr Examen ab und seitdem verfolgt sie konsequent ihren gestalterischen Weg. In ihrer Werkstatt im Bahnhof Weikersheim entstehen Keramikgefäße und -objekte sowie Schmuck aus Porzellanmasse und Silber- und Golddraht von einer anziehend schlichten Schönheit. „Ich arbeite ausschließlich Unikate, zunehmend freie Plastiken sowie auch einige Schalenobjekte und Gefäßplastiken.“

Fragt man die Künstlerin, wie sie ihre Arbeiten selbst beschreiben würde, dann fallen Stichworte wie „Dynamik, geschwungene Linien, die sich zu einem Körper vereinigen, Wellenbewegungen“. In der Tat scheinen die Stücke von Sabine Schneider von der Bewegung inspiriert zu sein. Mal ist es ein bestimmter Status einer Welle, einer Momentaufnahme gleich, den sie mit der Form ihrer Objekte einfängt, mal sind es Linien, die sich kreisend oder fließend über ihre Gefäße zu legen scheinen.

Für ihre Arbeiten schöpft die Künstlerin aus der Vielfalt der unterschiedlichen Verfahren. Bei ihren Gefäßen und Schalen aus eingefärbtem Steinzeugton bestimmen changierende Pastelltönen die Farbpalette, wohingegen sich die glasierten Gefäße und Objekte sogar in kräftigem gelb, dunklem rot bis hin zu tiefem schwarz präsentieren. Besondere Wertschätzung erfährt die Rauchbrandtechnik bei der Keramikerin. „Archaisch und tief erdverbunden“ beschreibt sie diese Technik. Sie erzeugt ineinander fließende farbige Oberflächenmuster. Die entstandenen Muster sind nicht reproduzierbar und jedes Objekt, das auf diese Weise entsteht, hat seinen ganz eigenen Ausdruck.
www.saschdesign.de

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"Mit feinem Gespür für Leute und Situationen"

Leo Wirth
Bildhauer
Marienstraße 3
97990 Weikersheim-Laudenbach
Telefon: 07934 / 8106

Leo Wirth arbeitet in Weikersheim-Laudenbach als freischaffender Künstler. Sein künstlerisches Schaffen reicht von Kleinplastiken über Restaurierungen bis hin zu lebensgroßen Darstellungen und Brunnenanlagen in Bronze. Leo Wirth läßt sich vom Alltäglichlichen wie Einmaligen seiner Mitmenschen inspirieren. Feinsinnig schmunzelnd, mal verschmitzt, mal laut gerufen, häufig mit dem charakteristisch hohenlohischem Humor, setzt er seine Botschaften in seinen Bronzeplastiken um. Augenzwingernde Seitenhiebe und eine klare künstlerische Formulierung sollen zum Nachdenken animieren und gleichzeitig Augenfreude sein, die immer wieder zum Betrachten einladen. Lebensgroße Arbeiten von Leo Wirth stehen an der Nordsee (Dorum), in Hamburg, Böhmenkirch, Isny, Schlotheim, Edelfingen und in seiner Heimatgemeinde Laudenbach.
www.bildhauer-leo-wirth.de

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"Eleganz in ruhigen Farben"

Walter Salzer
Keramikermeister
Hof Aischland 2
97990 Weikersheim
Telefon: 0 79 34 / 79 68

Für Walter Salzer muß sich Keramik im Alltag bewähren. Er fertigt Eß- und Teegeschirr, aber auch dekorative Stücke für Haus und Garten. Wechselnde Moden bedeuten ihm nichts. Sein Handwerk hat er in England gelernt, ihm ist davon eine besondere Liebe zur Teekanne geblieben. Walter Salzer arbeitet mit Westerwälder Steinzeugton, bekannt für hartes und dauerhaftes Geschirr. In seinen Glasuren nutzt er die sanfte Farbigkeit fernöstlicher Rezepturen. Sie sind dem Geist der Keramik am nächsten, dem Charakter von Erde und Feuer. Ihre Inhaltsstoffe sind der Natur entnommen wie Holzaschen, Gesteinsmehle und Tone. Zu seiner Arbeit sagt der Keramikermeister: "Die Festlegung auf Gebrauchskeramik und überkommene Materialien ist aber keineswegs als Beschränkung der Gestaltungsfreiheit zu sehen. Im Gegenteil - der Raum für das phantasievolle Spiel mit dem Material, dem ausdrucksvollen Ton, frei gedreht auf der Töpferscheibe, ist allemal zu groß, zu kurz dafür das Töpferleben." Nach Absprache ermöglicht er es Urlaubsgästen in seiner Werkstatt selbst ihr Glück zu versuchen.

 

 

 

Sabine Pickert in ihrem Atelier
Bronzeplastik von Leo Wirth (Laudenbach)