Die Warttürme – perfektes Warnsystem aus dem Mittelalter

Der Wartturm am Winterberg wird im späten Mittelalter errichtet. Hoch über dem Zusammenfluss von Tauber und Vorbach gelegen, sicherte er zusammen mit anderen Wach- und Wehrtürmen wohl den Verlauf der sogenannten „Hohen Straße“. Dabei handelte es sich um einen alten Höhenweg, der Teilstück einer mittelalterlichen Fernverbindung aus dem fränkischen Raum in das Neckargebiet war. An der nordöstlichen Gemarkungsgrenze auf dem Karlsberg sind Abschnitte dieses Höhenweges als Feld- und Waldweg erhalten.


Wirksames Sender-Empfänger-System

Jede dieser Warten stand mit mindestens zwei anderen Türmen in Sicht- bzw. Signalkontakt, so dass ein dichtes Sender-Empfänger-System entstand. Der Weikersheimer Wartturm stand in Verbindung mit einem abgegangenen Wachturm oberhalb von Röttingen und der Laudenbacher Warte, die als niederer Mauerstumpf überliefert ist. Außerdem war eine Korrespondenz mit dem Gänsturm und dem Schlossturm in der Stadt möglich.

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Kartierung der Sichtbeziehungen zwischen den Warttürmen auf der Karte „Theatrum Belli Rhenani“
Kartierung der Sichtbeziehungen zwischen den Warttürmen auf der Karte „Theatrum Belli Rhenani“
Darstellung des Wartturms auf der geosteten Karte des Weikersheimer Jagdbezirkes
Darstellung des Wartturms auf der geosteten Karte des Weikersheimer Jagdbezirkes