Bewegte Stadtgeschichte

Weikersheim blickt auf eine über 1.160-Jährige Geschichte zurück. Zur Zeit des Frankenkönigs Ludwig des Frommen wird der Ort an der Romantischen Straße im Jahr 837 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda genannt – damals hieß Weikersheim noch „Wighartesheim“. Das Stadt- und Befestigungsrecht bekam Weikersheim wahrscheinlich um 1314 durch eine kaiserliche Urkunde von Ludwig aus Bayern zugesprochen. Damit war es erlaubt, Märkte abzuhalten und eine Stadtmauer zu errichten. So wurden einige Jahre danach zur Stadtmauer noch Stadttürme und der Wartturm gebaut.

Perle an der Romantischen Straße
Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu Erbteilungen im Haus Hohenlohe und die neuen Herren drückten der Stadt jeweils ihren Stempel auf. Ende des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts entstand eine kleinfürstliche Residenz mit einer Pracht, wie sie so kaum woanders wiederzufinden ist. Zugleich wurde der Grundstein gelegt zu einer der Perlen an der Romantischen Straße: dem Schloss. Nicht umsonst wird es mit seinem großzügig angelegten Schlosspark „hohenlohisches Versailles“ genannt.

Deshalb bietet der Ort ein von Renaissance und Barock geprägtes Stadtbild, das dem Besucher von Weikersheim umso augenfälliger wird, wenn er durch das untere Stadttor, den „Gänsturm“, kommt und durch die Reihen der Altstadthäuser geht – vorbei an Brunnen und üppigem Blumenschmuck, beschützt von den mächtigen Türmen der Stadtkirche. Dann öffnet sich nahezu unvermittelt der großzügige Marktplatz, der in seiner Geschlossenheit – mit hübschem Rokokobrunnen im Vordergrund – den Blick freigibt auf das mächtige Renaissanceschloss des Fürsten und Grafen zu Hohenlohe. In Weikersheim befand sich über Jahrhunderte der Stammsitz und die Residenz der Grafen und Fürsten von Hohenlohe.

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Stadtkirche Weikersheim in den 1960er Jahren
Stadtkirche Weikersheim in den 1960er Jahren