Skulpturen.SCHAU!

bis 24. September 2017

Zum 10-jährigen Jubiläum der Skulpturen.SCHAU! hat die Stadt eine besondere Bildhauerin gewinnen können. Malgorzata Chodakowska (1965 geboren in Lodz) stellt einige ihrer formvollendeten Plastiken aus. Sie studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau und Wien. Seit 1991 lebt und arbeitet sie in ihrem Atelier in Dresden. Die Bidlhauerin setzt sich mit voller Kraft mit dem Menschenbild sowie der großen Form auseinander. Dabei geht ihr sicheres Form- und Proportionsempfinden mit einer umfassenden Fähigkeit zur Sinnlichkeit einher, die den Mut und die Kraft zur Erotik besitzt.

Die Betrachter erleben einen sinnlichen Hochgenuss. Die Plastiken bestechen durch die Geschlossenheit der Formen sowie durch eine ästhetische Energie, die sich in der Klarheit der kompositorischen Ordnungen konzentriert. Malgorzata Chodakowska hatte bereits viele Ausstellungen unter anderen in Deutschland, Japan, Österreich, Polen und Dänemark.

Info: Solch eine hochkarätige Ausstellung kann nur mit Hilfe von Spendern realisiert werden. Wer diese Skulpturen.SCHAU! gerne finanziell unterstützen möchte, wird in der Katalogbroschüre namentlich erwähnt und erhält selbstverständlich eine Spendenquittung.

Erlesenes Kunsthandwerk

Am ersten Juliwochenende ist es wieder soweit: am 1. und 2. Juli findet der hochwertige und erlesene Markt für Kunsthandwerk statt. Er zieht jährlich viele Besucher aus Nah und Fern an und wird von einem  anspruchsvollen Publikum gerne besucht. 

Die dekorativen Stände mit dem feinen und erlesenen Angebot, alles Unikate aus Künstlerhand, sind auf dem Marktplatz - eingebettet im historischen Ensemble von Stadtkirche, ehemaligem Kornbau und Schlosseingang -, im barocken Rathaus und vor dem Rosengarten des Renaissanceschlosses von Weikersheim aufgebaut. Außergewöhnliche und originelle Kreationen werden von über 65 Anbietern aus der ganzen Bundesrepublik angeboten. Nach einem strengen Konzept, das auf absolute Qualität setzt und keine Industrieware zulässt, werden die Aussteller jedes Jahr neu ausgewählt. Die Stadt lädt ein zu einem Bummel zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kunst und Handwerk. Die Kunsthandwerker lieben dieses faszinierende Ambiente und wissen, dass ein interessiertes Publikum in Weikersheim ihre besonderen Kreationen schätzt.

Als „Eyecatcher“ ist in diesem Jahr Lothar Lempp mit seinem fahrbaren Panoptikum zu sehen. Hier sind viele Kaleidoskope befestigt und die Besucher können aktiv schauen, kurbeln, drehen und einmalige bunte Welten entdecken.

Öffnungszeiten

Sa. 14 bis 21 Uhr · So. 11 bis 18 Uhr 

 

Museen in Weikersheim

Das Tauberländer Dorfmuseum am Marktplatz zeigt das Alltagsleben der dörflichen- und kleinstädtischen Existenzen des 19./20. Jahrhunderts. Gebrauchsgegenstände, Trachten und Möbel werden mit Liebe zum Detail in großer Fülle präsentiert. 

Das Dorfmuseum ist samstags, sonntags und feiertags von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet (April - Oktober). Sondertermine und Führungen für Gruppen sind möglich.

Das Stadtmuseum im und am Gänsturm gibt Einblicke in die Geschichte der Stadt Weikersheim und ihrer Ortsteile. Besuchern wird die Entwicklung der kleinen Residenzstadt und deren Baugeschichte nahegebracht. Kleine Wechselausstellungen bereichern das Angebot. Ein Aufstieg auf den Gänsturm lohnt sich immer, da man von dessen „Zwiebel“ aus einen wunderbaren Ausblick hat.Das Stadtmuseum ist sonn- und feiertags von 13:30 bis 17.00 Uhr geöffnet (April - Oktober) Sondertermine und Führungen für Gruppen sind möglich. Im Stadtmuseum wird die Sonderausstellung „Souvenirs, Souvenirs… Andenken aus Weikersheim“ gezeigt.

Dorfmuseum Weikersheim

Sonderausstellung „Kindheit“ öffnet am 29. Juni ihre Pforten 

Lebensvorbereitung in Kindergarten, Schule und beim Spielen 

Smartphone, Tablet, Computerspiel und Fernsehen: ohne sie ist heute Kinderleben fast nicht mehr vorstellbar. So alt aber sind sie noch nicht – und auch zuvor gab es schon, was eigentlich eine Erfindung der Neuzeit ist: die weitgehend von Pflichten freigestellte Kindheit.

  Noch vor ein paar Jahrzehnten galt der Erzieherspruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Entsprechend dienten nicht nur Kindergarten und Schule  Vorbereitung aufs Leben, sondern auch das Kinderspiel. 

Mädchen fanden schon mal Putz- und Kochutensilien unterm Weihnachtsbaum: Bohnerbesen  und der Herd im Kleinformat waren da zu entdecken und sollten eingesetzt werden; zur Puppe, für die das Mädchen schnellstmöglich auch die ersten Kleidungsstücke herstellen sollte, gesellte sich, wo finanzierbar, auch Puppenküche und Puppenstube: die angehende Hausfrau konnte üben. Jungs wurden „technischer“ beschenkt: Nachkriegsknaben durften sich mit Tretauto und Eisenbahn schon früh auf eine mobile Zukunft vorbereiten, wenn ihnen Schule, Bolzplatz und Straßenspiel Zeit und Freiraum ließen.  

In Schulen kratzten noch in den 50er Jahren Griffel über Schiefertafeln, das in die Schulbank eingelassene Tintenfass kennt heute kaum noch jemand, und dass man Kindern schwere, an schmalen Riemen hängende Tornister zumutete, bei denen von der Entwicklung ergonomisch ausgereifter Tragriemen nicht einmal phantasievolle Eltern träumten, war Alltag ebenso wie die kratzenden Socken im Winter. Von wegen Schule aus und spielen: Da riefen Pflichten in den Garten, aufs Feld, in Stall und Wengert, wie  Altersjubilare regelmäßig berichten.  

Ein Blick zurück gefällig? Von Juli bis Oktober wird im Tauberländer Dorfmuseum am Weikersheimer Marktplatz die „Kinderwelt“ der jüngeren Vergangenheit lebendig. Der Verein „Tauberfränkische Volkskultur“ zeichtet mit Museumsbestände und Leihgaben ein gleichermaßen unterhaltsames wie interessantes Bild der „Kindheit von der Geburt bis zur Konfirmation.“ Die Exponate reichen vom Schuhwerk bis zum Schulranzen, vom Steckenpferd bis hin zum Spielauto, vom Bilder-, Kinder- und Lesebuch bis hin zum Puppenschrank samt der oft von den Müttern selbst gefertigten Bekleidung. 

Die bis Oktober jeweils samstags und sonntags von 13.30 bis 17 Uhr zu besichtigende Sonderausstellung wird am Donnerstag, dem 29. Juni um 18.30 Uhr im Dorfmuseum eröffnet. Das Museumsteam freut sich auf interessierte Besucher, die im Anschluss an die Ausstellungseröffnung beim kleinen Umtrunk noch Gelegenheit für den sicher interessanten Austausch von Erinnerungen und Gesprächen mit den Ausstellungsmachern haben werden.  

Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum

Weikersheimer Sternstunden –  40 Jahre astronomische Vereinigung

"Jedem, der vom nächtlichen Sternenhimmel fasziniert ist und mehr über die Wunder des gestirnten Himmels erfahren möchte, sollte dazu die Möglichkeit geboten werden."  Dies sagten sich im Jahre 1977 einige Hobbyastronomen im Main-Tauber-Kreis und gründeten die Astronomische Gemeinschaft Weikersheim. Bereits 1978 wurde die Sternwarte auf dem Karlsberg in Weikersheim fertiggestellt.  In Kooperation mit der Astronomischen Vereinigung zeigt das Stadtmuseum eine Sonderausstellung über deren Geschichte. Lassen Sie sich überraschen…von einer etwas anderen Ausstellung! Zur Eröffnung am Freitag, den 23. Juni um 19:00 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Das Stadtmuseum ist sonntags von 13:30 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Schloss Weikersheim

Zwischen Küchen- und Lustgarten – Die Frau des Hofgärtners Pich – Kostümführung am Samstag, 24. Juni, 14.30 Uhr

Im Kostüm führt die Gärtnersfrau (alias Michaela Dietz) durch den Schlossgarten und macht dabei die barocke Welt lebendig. Harte Arbeit wartete auf sie in Gemüse- und Lustgarten. Die Blumenrabatten und Zitronenbäume hatte sie zu pflegen, wenn ihr Mann unterwegs war. Die Gärtnergesellen, so erzählt die Gärtnerin, dächten allzu oft mehr ans Vergnügen als an den rechten Umgang mit Spaten und Hacke. Auch manche Anekdote aus ihrem nicht immer leichten Eheleben wird den Besuchern anvertraut.

Der hiesigen Fürstin Fräulein - Hofdame von Ilten erzählt vom Alltag bei Hofe Kostümführung am Sonntag, 25. Juni, 14.30 Uhr
Hofdame Christiana Friederica von Ilten (im Kostüm verkörpert durch Jutta Gromes) stand viele Jahre im Dienst der Fürstin Elisabeth Friederike Sophie. Sie berichtet höchst anschaulich vom Leben bei Hofe. Dabei erzählt sie von der Anschaffung kostbarer Silbermöbel, vom tagelangen Krauthobeln und den kostspieligen Einkäufen exotischer Gewürze und teurer Stoffe auf den Frankfurter Messen.

Mit Holzwurm „Heinrich von der hohen Lohe“ unterwegs
Sonderführung für Kinder von drei bis sechs Jahren am Sonntag, 25. Juni, 14.30 UhrAnmeldung zu allen Sonderführungen unter Telefon 07934/992950 ist notwendig.

Gleich vormerken: „Sommernacht“ am Samstag, 8. Juli
Vor 50 Jahren erwarb das Land Baden-Württemberg Schloss und Schlossgarten Weikersheim vom Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg. Das wird gefeiert mit einer rauschenden Sommernacht am 8. Juli – von 18 bis 24 Uhr. Es gibt viele Attraktionen im stimmungsvoll illuminierten Schlossgarten, eine Sonderausstellung mit einem Blick in das Album der Geschichte und Kurzführungen – alles bei freiem Eintritt. Für abwechslungsreiche Verpflegung ist gesorgt.

 

Musikfest mit Feuerwerk auf Schloss Weikersheim

Samstag, 1. Juli 2017, ab 18 Uhr

„Bonjour La France – Musikalischer Zauber Frankreichs“

Musikalischer Zauber zwischen Klangpracht, Tanz und Chanson.

Die „Grande Nation“ steht am Samstag, 1. Juli, im Mittelpunkt des diesjährigen Musikfestes auf Schloss Weikersheim des Hohenloher Kultursommers. In sieben Konzerten können sich die Besucher der französischen Musik nähern.

Zwischen sechs Konzerten, die um 18.30 Uhr gleichzeitig beginnen, muss man sich allerdings zuerst entscheiden. So kann man sich Frankreich von seiner prachtvollen wie ausschweifenden Seite nähern, wenn man Katja Schild lauscht, die von den Eskapaden des Sonnenkönigs in der rechten Orangerie berichten wird. Musikalisch wird der Hof in Versailles wieder zum Leben erweckt. Stücke vom einst mit König Ludwig XIV. befreundeten Jean-Baptiste Lully werden vom Ensemble „Les Escapades“ und der Sängerin Katja Schild genauso zu hören sein wie von den Komponisten, die ihm stilistisch folgten: Marc-Antoine Charpentier, Marin Marais, Louis Couperin, Michel L'Affilard oder Michel-Richard De Lalande.

Im Rittersaal wird zeitgleich die Zeit nach dem Sonnenkönig, vor allem unter seinem Urururenkel Ludwig XVI. betrachtet. Der wurde 1770 im Alter von 15 Jahren mit der 14-jährigen Marie Antoinette verheiratet, einer Tochter der Habsburgerkaiserin Maria Theresia. Die Sopranistin Heidi Manser und das „Concilium musicum Wien“ spüren dem Leben Marie Antoinettes am habsburgischen wie am bourbonischen Hof mit Musik von Christoph Willibald Gluck, Joseph Haydn, Wolfgang A. Mozart, Jean-Philippe Rameau und André-Ernest-Modeste Grétry nach.

Vor der Habsburger-Prinzessin zog es einen Vertreter der spätbarocken Musik nach Paris: Georg Philipp Telemann. Dort entstand eine vielgerühmte Reihe von Quartettkompositionen, von denen das „Ensemble Obligat Hamburg“ eines sowie eine Auswahl von Telemanns Kammermusik in der evangelischen Stadtkirche spielen wird.

Ganz anders kann man Frankreich musikalisch im Gärtnerhaus näher kommen. Dort wird ebenfalls ab 18.30 Uhr das „Trio Parnassus“ zwei heute kaum mehr zu hörende Klaviertrios in a-Moll spielen: Die Musiker nähern sich Frankreich von seiner keltischen Seite, mit Hilfe von bretonischer Musik. Eine weitere Alternative bietet die von Jan Röck auf dem Klavier begleitete Sängerin Asita Djavadi in der Schlosskapelle. Sie stellt den französischen Chanson ins Zentrum ihres Konzerts: mit Ohrwürmern der großen Édith Piaf.

Zum Abschluss – nach einer kulinarisch nutzbaren Pause – ist beim Festkonzert im Schlosspark ab 21.15 Uhr die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg unter der Leitung von Juri Gilbo zu hören. Tanzstücke und Arien bestimmen dort das Programm, aber auch Volkslieder wie einige von Joseph Canteloubes für Gesang und Orchester gesetzte „Chants d'Auvergne“. Die werden ebenso wie Dalilas Arie „Mon coeur s'ouvre à ta voix“ aus Camille Saint-Saëns' Oper „Samson et Dalila“ oder Musettas Walzerlied aus Giacomo