Die Visitenkarte des Hauses

Historische Steinportale

Bis ins 19. Jahrhundert wurden besondere Bauteile am Haus wie Fenster- oder Türgewände aus Naturstein gefertigt. In Weikersheim wurden dafür gelber Sandstein und grauer Muschelkalk verwendet.

Vielfach verraten die Portale etwas über den Erbauer, seinen Beruf und seinen Repräsentationsanspruch. Stilistisch lassen sich zeitliche Abfolgen von der Renaissance über Barock bis hin zum Klassizismus, wie hier beim Beispiel Hohenloher Straße 7, erkennen.

Die Restaurierung solcher Türgewände muss von qualifizierten Restauratoren durchgeführt werden. Die Maßnahmen reichen von der einfachen Reinigung über Entsalzungen, Festigung des Steins mit Kieselsäureester bis hin zu Verkleben von Rissen, Hinterfüllen von Hohlstellen und kleineren Ergänzungen.

Sehen Sie sich einmal genau um in Weikersheim! Sie finden noch viele weitere Hauseingänge aus allen Architekturepochen.

Das Portal von Haus Hauptstraße 16 (links) zeigt charakteristische Formen des 16. Jahrhunderts: rundbogiges Portal mit starker Profilierung des Gewändes und Sitznischen.
Das Portal Katharinenstraße 14 (rechts) zeigt eine einfachere Variante.
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Das Portal an Hauptstraße 10 zeigt die typische Formensprache des Barock. Charakteristisch ist hier Rahmung mit Halbsäulen.
Das Portal des 1745 im ehemaligen Stadtgraben errichteten Spitals zeigt im „gesprengten Giebel“ stolz das Wappen seines Erbauers, Graf Carl Ludwig.
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Station 8 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wandelt sich der Zeitgeschmack: Nun sind eine sparsamere und zartere Ausschmückung gefragt.