Ein mittelalterliches Alarmsystem

Die Warttürme

Der Wartturm am Winterberg wird im späten Mittelalters errichtet. Hoch über dem Zusammenfluss von Tauber und Vorbach gelegen, sicherte er zusammen mit anderen Wach- und Wehrtürmen wohl den Verlauf der so genannten "Hohen Straße". Dabei handelte es sich um einen alten Höhenweg, der Teilstück einer mittelalterlichen Fernverbindung aus dem fränkischen Raum in das Neckargebiet war.

An der nordöstlichen Gemarkungsgrenze auf dem Karlsberg sind Abschnitte dieses Höhenweges als Feld- und Waldweg erhalten.

Jede dieser Warten stand mit mindestens zwei anderen Türmen in Sicht- bzw. Signalkontakt, so dass ein dichtes Sender-Empfänger-System besteht. Der Weikersheimer Wartturm stand in Verbindung mit einem abgegangenen Wachturm oberhalb von Röttingen und der Laudenbacher Warte, die als niederer Mauerstumpf überliefert ist. Außerdem war eine Korrespondenz mit dem Gänsturm und dem Schlossturm in der Stadt möglich.

Kartierung der Sichtbeziehungen zwischen den Warttürmen auf der Karte „Theatrum Belli Rhenani“ (1702-13).
Die Karte ist - wie damals üblich - gesüdet, d.h. Norden ist unten.
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Darstellung des Wartturms auf der Karte des Weikersheimer Jagdbezirkes, die Michael Hospin im 1607 gezeichnet hat. Diese Karte ist geostet.
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Station 6.3 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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