Die Haut des Hauses

Historische Dachdeckungen

Traditionelle Dachdeckung in Südwestdeutschland ist das Ziegeldach, wobei der Biberschwanzziegel eine entscheidende Rolle spielt. Die verschiedenartigen Schnittformen dokumentieren Entstehungszeit und die Region der Ziegel. Der Handstrich des Zieglers verleiht den Dächern eine ganz besondere Lebendigkeit und befördert die Patina. Historische Dachdeckungen sind immer auch Geschichtsdokument einer regionalen Hauslandschaft. Die Besonderheit des östlichen Tauberraumes ist der so genannte Wappenschnitt.

Bei Reparaturen wurden früher nur die schadhaften Ziegel ausgewechselt, was im Lauf der Zeit zu einer lebendigen Dachlandschaft führte. Auch bei den heutigen Erneuerungen sollte man sich darauf beschränken, den historischen Bestand zu ergänzen.

Auf dem Dach der Scheune Hauptstraße 5 sind Biberschwanzziegel mit ganz verschiedenen Schnittformen erhalten, darunter auch der Wappenschnitt!

Dieser Kupferstich von 1788 zeigt den Ziegler bei der Ziegelherstellung, die sich vom Hochmittelalter bis ins späte 19. Jahrhundert kaum veränderte.
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Der so genannte Wappenschnitt-Biberschwanzziegel ist charakteristisch für den östlichen Tauberraum.
Diese Abbildung zeigt die verschiedenen Deckungsarten. In der Regel waren die Dächer nur Lagerraum und nicht ausgebaut, so dass eine Einfachdeckung ausreichte.
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Station 21 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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Historische Biberschwanzziegel (v.l.n.r.):
Hirsau, 11./12.Jh., mit Spitzschnitt
Salem, 14. Jh., mit Geradschnitt und farbloser Glasur
Rottweil, sog. Feierabendziegel mit Korbbogenschnitt und Inschrift 1642