Wehrhaftes
Weikersheim
Die Stadtbefestigung
Unmittelbar nach der Stadterhebung erhält Weikersheim im 14. Jahrhundert eine Stadtmauer, von der überliefert ist, „dass sie mit Wein erbaut wurde“, da sie in erster Linie aus dem Abgabe- und Steueraufkommen der Weinbauern finanziert wird.
Vier Türme
sicherten die Stadtmauer: der untere Torturm (Gänsturm), der obere Torturm
(in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgebrochen), der Storchenturm
(schon um 1702 verfallen) und der Cent-Turm (Blaue Kappe).
Der
Stadtmauer vorgelagert war ein Graben. An der Stadtmühle im Norden ist er
als Mühlgraben noch erhalten. Im Süden verfüllte man schon im 18. Jahrhundert
diesen Graben und errichtete 1745 das Spital. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts
wurde mit der benachbarten neuen Schule ein weiteres öffentliches Gebäude
in das Areal des ehemaligen Stadtgrabens gesetzt.
Die Stadtmauer
ist in einigen Bereichen bis heute sichtbar. Vielfach dient sie als Außenmauer
der bestehenden Bebauung. Sie grenzt den historischen Stadtkern von den Außenbezirken
deutlich ab.
Am
besten erhalten ist die Stadtmauer am Schlosspark. Aber auch andernorts lugt
immer wieder einmal ein kurzer Abschnitt aus der Bebauung hervor. Gehen Sie
auf Entdeckungsreise!




