Die Wissenschaft vom Haus

Bauforschung

Historische Gebäude sind über Jahrhunderte gewachsen und entsprechend häufig verändert worden. Sie können bei genauer Betrachtung viele Geschichten erzählen. Mit Hilfe der Bauforschung ist es möglich, diese Geschichtsspuren lesen zu können.

Die Methoden sind dabei sehr vielfältig: Im Vordergrund steht meistens eine Dokumentation, indem der Baubestand mit all seinen Verformungen und Veränderungen genau vermessen und gezeichnet wird. Durch kleine gezielte Öffnungen im Mauerwerk können frühere Farbfassungen und konstruktive Details analysiert werden.

Mit Hilfe der Dendrochronologie (Altersbestimmung der Bauhölzer) ist es möglich, über das Fälljahr eines Baumes den Zeitpunkt exakt zu bestimmen, wann diese Hölzer im Haus eingebaut werden.

Mit einer Bohrmaschine werden die Proben für die dendrochronologische Untersuchung aus verschiedenen Hölzern des Dachwerks genommen.
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Die Bauforscherin des Landesdenkmalamtes, Claudia Mohn, bei der Arbeit: Die einzelnen Teile des Dachstuhls werden genau vermessen (links) und exakt gezeichnet (rechts). Wichtig ist dabei, dass alle Verformungen des hölzernen Dachstuhls genau übernommen werden.
Die ausgewerteten Jahrringkurven der beiden Bohrproben vom Dach des Hauses Rosenstraße 2: Sie enden im Jahr 1532/ 33, dem Fälljahr des Baumes.
Station 2Station 3Station 4Station 5Station 6Station 7Station 8Station 9Station 10Station 11Station 12Station 13Station 14Station 15Station 16Station 17Station 18Station 19Station 20Station 21Station 22Station 1
Station 19.3 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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