Vom
Wald zum Dach
Historische Zimmermannstechnik
Bis weit in das 19. Jahrhundert werden die Baumstämme meistens gebeilt, um als Balken Verwendung zu finden. Erst seit dem späten 19. Jahrhundert gibt es überwiegend gesägte Hölzer.
Häufig lagen die Waldvorkommen weit entfernt, so dass das Holz auf Flüssen transportiert wurde. Spuren, die vom Zusammenbinden der Stämme für die Floßfahrt zeugen, finden sich noch Jahrhunderte später an den Hölzern.
Die Zimmerer bereiteten dann das Dachwerk in ihrer Werkstatt bzw. auf dem Abbundplatz vor, d.h. alle Hölzer wurden so zusammengefügt, wie sie im Dach errichtet werden sollten. Zum Transport mussten sie wieder auseinander genommen werden. Zuvor bekam jedes Teil eine Markierung, ein sogenanntes Abbundzeichen, damit die Hölzer wieder richtig zusammengefügt werden konnten.

