Vom Wald zum Dach

Historische Zimmermannstechnik

Bis weit in das 19. Jahrhundert werden die Baumstämme meistens gebeilt, um als Balken Verwendung zu finden. Erst seit dem späten 19. Jahrhundert gibt es überwiegend gesägte Hölzer.

Häufig lagen die Waldvorkommen weit entfernt, so dass das Holz auf Flüssen transportiert wurde. Spuren, die vom Zusammenbinden der Stämme für die Floßfahrt zeugen, finden sich noch Jahrhunderte später an den Hölzern.

Die Zimmerer bereiteten dann das Dachwerk in ihrer Werkstatt bzw. auf dem Abbundplatz vor, d.h. alle Hölzer wurden so zusammengefügt, wie sie im Dach errichtet werden sollten. Zum Transport mussten sie wieder auseinander genommen werden. Zuvor bekam jedes Teil eine Markierung, ein sogenanntes Abbundzeichen, damit die Hölzer wieder richtig zusammengefügt werden konnten.

Beilhiebe an einem Dachbalken von 1234.
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Abbundzeichen und Floßnagel an einem Dachsparren.
Das Dachwerk über dem Haus Rosenstraße 2 besitzt einen liegenden Dachstuhl. Die meisten Holzverbindungen sind noch verblattet. Verbaut wird Eiche, die im Winter 1531/32 bzw. 1532/33 gefällt wird. Es ist damit eines der ältesten Gebäude in Weikersheim.
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Station 19.2 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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