Gemütlichkeit
in alter Zeit
Historische Wandverkleidungen
Wandverkleidungen findet man meist nur in den repräsentativen Räumen, den Guten Stuben. Sie dienten der Isolierung, aber auch der optischen Verschönerung.
Holz findet sich sowohl in Wandkonstruktionen, wie den Bohlenstuben als auch als Wandaufdoppelung, wie in den Wandvertäferungen (eine Rahmen-Füllungs-Konstruktionen). Letztere können raumhoch sein oder nur bis zur Brüstungshöhe der Fenster reichen (sog. Lambrien). Neben verschiedenen Holzarten schmücken seit dem 18. Jahrhundert auch farbige Fassungen die Wandverkleidung.
Beispiele aus anderen Städten sind hier abgebildet. Aber auch im Haus Hirtenstraße 1 in Weikersheim haben sich Lambrien erhalten. Diese zeichnen sich zwar weder durch besonderes Alter, noch durch kunsthandwerkliche Leistung aus. Sie sind Standardausbau des 19. Jahrhunderts in regionaltypischer Ausprägung – deshalb aber weder belanglos noch minderwertig.
Durch Übertünchen, Übertapezieren sowie durch Sanitär- und Elektroinstallationen sind Wandverkleidungen oft beschädigt. Auch hier bieten sich jedoch vielfältige Reparaturmöglichkeiten, die meist billiger als ein völliger Ersatz sind.

