Konstruktion
und Ästhetik
Historische Fachwerkfassaden
In seiner Konstruktionsweise hat sich der Fachwerkbau von seinen Anfängen im Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit immer wieder verändert. Fachwerkgefüge sind daher auch immer eine Quelle zur Baugeschichte eines Hauses.
Unterschieden wird u.a. zwischen rein konstruktivem Fachwerk und verschiedenen Schmuckfachwerken, die vor allem vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts üblich sind. Seit dem 18. Jahrhundert wird Fachwerk in der Regel verputzt. Erkennbar wird dies auch an den Hackspuren im Holz, die einst halfen, den Putz zu tragen. In romantischer Sichtweise wurden fälschlicherweise viele solcher konstruktiven Fachwerke im 20. Jahrhundert freigelegt.
Wichtiges Element ist neben den Hölzern auch das Namensgebende Gefache, d.h. die Füllung des Fachwerks. Bis ins 19. Jahrhundert ist dies traditionell ein Stroh-Lehm-Geflecht.
Handwerkliche und am Bestand orientierte Reparaturmaßnahmen, durchgeführt von einem qualitätvoll arbeitenden Zimmermannsbetrieb, erhalten den dokumentarischen Wert einer Fachwerkkonstruktion.
Versuchen Sie einmal das Fachwerk an Weikersheimer Häusern zu datieren!

