Konstruktion und Ästhetik

Historische Fachwerkfassaden

In seiner Konstruktionsweise hat sich der Fachwerkbau von seinen Anfängen im Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit immer wieder verändert. Fachwerkgefüge sind daher auch immer eine Quelle zur Baugeschichte eines Hauses.

Unterschieden wird u.a. zwischen rein konstruktivem Fachwerk und verschiedenen Schmuckfachwerken, die vor allem vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts üblich sind. Seit dem 18. Jahrhundert wird Fachwerk in der Regel verputzt. Erkennbar wird dies auch an den Hackspuren im Holz, die einst halfen, den Putz zu tragen. In romantischer Sichtweise wurden fälschlicherweise viele solcher konstruktiven Fachwerke im 20. Jahrhundert freigelegt.

Wichtiges Element ist neben den Hölzern auch das Namensgebende Gefache, d.h. die Füllung des Fachwerks. Bis ins 19. Jahrhundert ist dies traditionell ein Stroh-Lehm-Geflecht.

Handwerkliche und am Bestand orientierte Reparaturmaßnahmen, durchgeführt von einem qualitätvoll arbeitenden Zimmermannsbetrieb, erhalten den dokumentarischen Wert einer Fachwerkkonstruktion.

Versuchen Sie einmal das Fachwerk an Weikersheimer Häusern zu datieren!

Bau eines Fachwerkhauses (Holzschnitt um 1520)
Stadt.denk.mal.
Weikersheim
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Ende 14. Jahrhundert bis 15. Jahrhundert
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Station 15.2 des Rundgangs zum Tag des offenen Denkmals 2002
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Mitte 15. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert
Mitte 19. Jahrhundert bis Anfang 20. Jahrhundert (historistisches Fachwerk)
Mitte 18. Jahrhundert bis heute (verputztes Fachwerk)
Anfang 17. Jahrhundert bis 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Mitte des 16. Jahrhunderts bis Anfang 18. Jahrhundert
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts bis ca. Mitte 17. Jahrhundert