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STÄDTEPARTNERSCHAFT / 10jährige Partnerschaft zwischen
Weikersheim und Dunaföldvàr
Gegenseitige Sympathie vielfach unter Beweis gestellt
Vielseitiges Programm für die ungarischen Freunde geplant
Zehn Jahre besuchen nun die Menschen aus Dunaföldvàr
Weikersheim und umgekehrt. Erst im Juni reiste eine Weikersheimer
Delegation nach Dunaföldvàr und feierte dort die 10jährige
Partnerschaft. Am kommenden Freitag, 10. Juli, erfolgt der Gegenbesuch.
Zahlreiche Gäste aus der ungarischen Partnerstadt werden erwartet.
Aus der 10jährigen partnerschaftlichen Beziehung sind sehr
viele und intensive Freundschaften entstanden. Das ist bekanntermaßen
auch der Sinn von Städtepartnerschaften.
Damals war man mit dem Ziel angetreten, die kommunalen Beziehungen
als Keimzellen für die Annäherung Ungarns an Deutschland
und für ein vereintes Europa zu betrachten. Mit dem geplanten
Beitritt Ungarns in die Europäische Union im nächsten
Jahr wird man diesem Ziel sicherlich einen großen Schritt
weiter gekommen sein.
Die geographisch in der Mitte von Ungarn gelegene Stadt hat 9500
Einwohner. Schon 1991 wurde im Oktober eine Delegation in Weikersheim
empfangen. Im April 1993 wurde dann die Partnerschaftsurkunde in
Dunaföldvàr und im August in Weikersheim unterzeichnet.
Nun freuen sich die Weikersheimer auf die gemeinsame Jubiläumsfeier
der 10jährigen Städtepartnerschaft.
Am Freitag ist eine kleine Stadtrundfahrt für die Gäste
geplant. Ein Festakt mit der Stadtkapelle und dem Erasmus-Widmann-Chor
als auch dem Chor Cantemus aus Ungarn bereichern die Feier im Rittersaal.
Landrat Georg Denzer wird die Gäste begrüßen. Auch
ein Vertreter des ungarischen Außenministeriums wird unter
den Festredern sein.
Am Samstag soll gegen Abend ein gemeinsamer Gottesdienstes stattfinden.
Anschließend, um 20.00 Uhr, tritt die Dunaföldvàrer
Majorettengruppe auf. Gemeinsames Beisammensein wie Genießen
der Künstler bei der Marktplatzeinweihung bildet den Abschluss
des Besuches.
Info:
Dunaföldvar ist vor allem wegen seiner romantischen, stillen
Buchten an der Donau und der Burg, dem Wahrzeichen der Stadt bekannt.
Auch die Thermalquellen Dunaföldvàrs sind eine besondere
Attraktion.
Freundschaft ohne Grenzen
Weikersheim feiert 10-jähriges Jubiläum mit der
ungarischen Partnerstadt Dunaföldvàr
Zu den Feierlichkeiten aus Anlass des zehnjährigen Bestehens
der Partnerschaft zwischen Dunaföldvar und Weikersheim war
eine große Delegation aus Weikersheim angereist. Zu ihr gehörte
die Stadtkapelle, der Erasmus-Widmann-Chor und auch zahlreiche Stadträte
unter der Führung von Bürgermeister Klaus Kornberger.
Zwei Tage lang feierten die Gäste aus Weikersheim mit ihren
Freunden in Dunaföldvar auf dem Burgareal der ungarischen Partnerstadt.
Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten am Samstag war
der Festakt in der Holz-kunst-Galerie der Stadt Dunaföldvar.
Ein Film, der vor zehn Jahren aufgenommen wurde, zeigte verschiedene
Szenen aus den Anfängen der Partnerschaft im April 1993. Dunaföldvarers
Bürgermeisterin Ilona Nagy stellte bei ihrer Begrüßung
fest: "Es ist ein gutes Gefühl, dass viele Menschen von
damals heute am zehnjährigen Jubiläum teilnehmen."
Sie betonte, dass seitdem viele Freundschaften zwischen Weikersheimern
und Dunaföldvarern geschlossen wurden und gute Beziehungen
zwischen den Verwaltungen, Vereinen und den beiden Gymnasien der
beiden Städte bestehen.
Ilona Nagy ehrte Horst Häfner und János Kiss, die Gründungsväter
der Partner-schaft zwischen den Städten Weikersheim und Dunaföldvar.
"Beide haben mit ihrer Unterschrift vor zehn Jahren eine gute
Basis für eine hervorragende Partnerschaft geschaffen."
Der Weikersheimer Bürgermeister Klaus Kornberger betonte bei
seiner Rede: "Wir wollen zusammen mit unseren Dunaföldvarern
Freunden diese erfolgreiche Partnerschaft mit Augenmaß und
ohne Übereifer fortführen und weiterentwickeln."
Und er betonte: "Die Stadt Weikersheim wird auch weiterhin
in der Partnerschaft ein guter und verlässlicher Partner sein".
Als vor 10 Jahren die Partnerschaft besiegelt wurde, wurde Wert
darauf gelegt, dass kommunale Beziehungen "Keimzellen für
die Annäherung Ungarns an Deutschland und für ein vereintes
Europa" sind.
Die sprachlichen Probleme zwischen den Dunaföldvarern und Weikersheimern
seien von Anfang durch Herzlichkeit, Offenheit und Menschlichkeit
gemeistert worden. Der Austausch und die Begegnung der Menschen
seien zu einem Selbstverständnis geworden. Kornberger: "Wahre
Freundschaft kennt keine Grenzen und Barrieren!" Deshalb sei
der Festakt eigentlich eine richtige Familienfeier.
Der Weikersheimer Bürgermeister gratulierte den ungarischen
Partnern zu Ihren bisherigen Erfolgen in der Entwicklung ihrer Stadt.
"Es ist bewundernswert, wie Sie die ehemalige russische Kaserne
zu einer Wohnanlage mit Kindergarten und Altenbetreuung umgebaut,
ihr Mineralbad modernisiert und großartige Anstrengungen im
Abwasserbereich unternommen haben."

Einen europäischen Akzent hatte die Partnerschaftsfeier
in Dunaföldvar. Neben den beiden Bürgermeistern der jubilierenden
Städte Dunaföldvar und Weikersheim, Ilona Nagy und Klaus
Kornberger, war auch Sergio Garavaglia, der Bürgermeister der
italienischen Stadt Ossona, vertreten.
Klaus Kornberger sieht vielfältige Chancen und neue Chancen
in der Weiterentwicklung der Partnerschaft nach dem Beitritt Ungarns
in die Europäische Union zum 1. Mai 2004. Und dies gelte nicht
nur auf dem Gebiet der Kultur, sondern auch in den Bereichen des
Sports, des Gewerbes und des Handels. Auch der Bereich der Landwirtschaft
werde sicherlich zusätzliche Impulse erhalten.
Eine theologische Untermauerung der deutsch-ungarischen Partnerschaft
wagte der Schäftersheimer Pfarrer Thomas Bühler beim sonntäglichen
Festgottesdienst, den er in ökumenischer Form zusammen mit
dem katholischen Pfarrer Joszef Erb und dem reformatorischen Pfarrer
Istvan Simon hielt. Für ihn ist es eine Besonderheit in der
Partnerschaft, dass Fremde zu Freunden geworden sind. Er stellte
fest: "Die menschlichen Begegnungen in dieser Freundschaft
gehören zu den besten Beiträgen für den Frieden."
Und Jesus habe bei seiner Suche nach dem Frieden geradezu auf das
geachtet, was die Menschen bedrückt und belastet, um sie davon
zu befreien. Eine solche befreiende Wirkung habe die Partnerschaft
zwischen den beiden Städten Dunaföldvar und Weikersheim.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten in Dunaföldvar hatten einen
geradezu europäischen Akzent. Denn neben den Gästen aus
Weikersheim war eine italienische Delegation aus Dunaföldvars
Partnerstadt Ossona zu Gast. Dieser europäische Charakter zeigte
sich bei einem ungarisch-italienisch-deutschem-Symposium, an welchem
Dr. György Czalotzki, der Vorsitzende der Vereinigung der ungarischen
Gemeinden, die Bürgermeister Klaus Kornberger und Sergio Garavaglia
und Bürgermeisterstellvertreter Günter Breitenbacher teilnahmen.
Dabei sprach der ungarische Vertreter über Erwartungen und
Ängste der Städte und Gemeinden in Zusammenhang mit dem
bevorstehenden Beitritt Ungarns zur Europäischen Nation. Klaus
Kornberger und Günter Breitenbacher gingen auf die Vorteile
eines dezentralen Staates mit eigenständigen Aufgaben der Gemeinden
gegenüber einem zentralistisch geführten Staat ein.
Auch der Festabend wurde europäisch gefeiert. Denn viele Weikersheimer
und Dunaföldvarer saßen mit den Ossonanern aus Italien
zusammen und sangen mit ihnen bis tief in die Nacht hinein. Die
Gäste aus Weikersheim genossen neben ungarischen Spezialitäten
wie Pörkelt auch italienische Delikatessen wie Parmaschinken.
Und sie empfanden es als eine besonders schöne Geste der Italiener,
dass sie für die Ungarn und die Deutschen italienische Brodo
und Pasta kochten und selbst bewirteten.
Das Fest am Samstag eröffnete die Weikersheimer Stadtkapelle
mit flotten Rhythmen bei einem Auftritt auf dem Rathausplatz von
Dunaföldvar. Dabei wagte es der Weikersheimer Bürgermeister
Klaus Kornberger, mit seiner Kollegin aus Dunaföldvar eine
Polka zu tanzen. Beide dirigierten auch bei einigen Stücken
die Stadtkapelle.
Musik war auch angesagt nach dem großen Festakt beim gemeinsamen
Konzert des Dunaföldvarer Chores "Cantemus" und des
Weikersheimer Erasmus-Widmann-Chores. Beide Chöre sind seit
fünf Jahren freundschaftlich miteinander verbunden und pflegen
untereinander intensive Kontakte. Bei diesem Konzert sang jeder
Chor zunächst einen eigenen Part, der Höhepunkt des gemeinsamen
Auftritts war der Song "I closed my eyes" aus dem Musical
"Joseph" von Webber. Ein hohes musikalisches Niveau zeigte
Krisztian Jelenik, als er auf der Querflöte ein Stück
von Christoph Willibald Gluck spielte. Und Kinder waren mit der
Instrumentalgruppe "Violin" vertreten, die verschiedene
Stücke einstudiert hatte und durch großartige Disziplin
auffiell.
Gemeinsam sangen beide Chöre auch im sonntäglichen Festgottesdienst.
Und die Männer des Chores aus Weikersheim sangen danach auf
der Staffel der katholischen Kirche zur großen Freude der
ungarischen Gastgeber Lieder von Friedrich Silcher.
Ein ungarische Fest lernten die deutschen Gäste am Sonntag
beim Burgfestival kennen. Dort kochten Vereine und Organisationen
in mit Gaskochern beheizten Kesseln für die Bürger und
verteilten an sie Kesselgulasch und Pörkelt. Die Familien trafen
sich bei Wein und Weißbrot, das sie mitbrachten, zum gemeinsamen
Essen. Zum Rahmenprogramm gehörte ein Auftritt der Theatergruppe
des Gymnasiums Dunaföldvar, Sketche, typisch ungarische Tänze
und die Prämierung der Organisationen, die beim Kochwettbewerb
Preise errungen hatten. Bei diesem Fest hatten die Gäste aus
Weikersheim genügend Gelegenheit, mit ihren ungarischen Freunden
zu sprechen und die bestehenden Freundschaften zu vertiefen.
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