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Klaus Kornberger im Gespräch mit Regio Business
"Wir sind schon ein bißchen stolz auf unsere Erfolge"

Die Stadtverwaltung mit Klaus Kornberger an der Spitze versteht sich als Partner der Wirtschaft. Die Stadt schafft optimale Rahmenbedingungen für Existenzgründer wie expandierfreudigen Unternehmen. Über die Einrichtung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Ziele der Stadtverwaltung sprach Astrid Hackenbeck mit Bürgermeister Klaus Kornberger.

Regio Business:
Mit der Einrichtung einer Wirtschaftsfördergesellschaft im Februar 2000 hat die Stadt Weikersheim ein Zeichen gesetzt. Wie wichtig war Ihnen eine solche Einrichtung?
Klaus Kornberger: Die Gründung der Wirtschaftsfördergesellschaft war mir ein wichtiges Anliegen. Der Gemeinderat hat die Gedanken hierzu uneingeschränkt unterstützt, denn das Gremium hat erkannt, dass mit der Einwohnerzahl auch die wirtschaftliche Bedeutung und damit die Leistungsfähigkeit der Stadt gewachsen ist. Wir haben hier in Weikersheim weltweit operierende Unternehmen und sind Standort innovativer mittelständischer Betriebe. Die Stadtverwaltung sieht ihre Aufgaben vor allem in der Schaffung von guten Rahmenbedingungen. Mit der Wirtschaftsfördergesellschaft haben wir ein großes Maß an Flexibilität erreicht. Wir können sehr schnell handeln und verstehen uns als Partner der Wirtschaft.

RB:
Können Sie zwischenzeitlich Erfolge verbuchen?
KK: Obgleich die Gesellschaft noch sehr jung ist, stellt sie mittlerweile einen festen Bestandteil der Wirtschaftspolitik in Weikersheim dar. Wir sind auf die bisher erzielten Erfolge schon ein bißchen stolz und diese Erfolge machen auch selbstbewußt. Die Reaktivierung der Gewerbebrache "Disc-Center" mit über 18.000 qm Büro -, Lager- und Produktionsflächen wäre ohne das Instrument Wirtschaftsfördergesellschaft nicht möglich gewesen. Heute stehen diese Flächen der Firma Conrac, einer Data Modul Company. zur Verfügung. Die Arbeits- und Produktionsbedingungen für die rund 200 Beschäftigen sind unvergleichlich gut. Das Unternehmen hat damit ein riesiges Wachstumspotenzial. Ein weiterer Erfolg war die Teilreaktivierung der Gewerbebrache "Otto-Gelände". Für die in Existenzgründung befindliche Firma CeraCon konnten günstige Mietflächen zur Verfügung gestellt werden. Nach weniger als 24 Monaten steht diesem jungen Unternehmen die Verlagerung in neue Betriebsräume kurz bevor. Hier stand die Wirtschaftsfördergesellschaft Pate und hat maßgeblich den Weg in eine gute Zukunft geebnet. Für den Wirtschaftsstandort Weikersheim sind auch die vorhandenen kommunalen Gewerbehöfe von großer Bedeutung. Die Auslastung ist hervorragend; die Gewerbehöfe sind ein Erfolgsmodell.

RB: Welche weitere Zielsetzung in puncto Wirtschaftsförderung hat sich die Stadt gesetzt?
KK: Die Wirtschaftsfördergesellschaft der Stadt bemüht sich einerseits um weitere Ansiedlungen neuer Unternehmen, andererseits aber auch um die Bestandspflege. Beide Ziele profitieren von einem guten wirtschaftsfreundlichen Klima. Besonderen Wert wird auf die Förderung von Existenzgründungen und jungen Unternehmen gelegt. Kreativität muß unterstützt werden. Was spricht noch dafür, dass Firmen sich in Weikersheim ansiedeln? Weikersheim ist ein attraktiver Standort und für die Stadt spricht, dass sofort erschlossene Gewerbeflächen von höchster Qualität angeboten werden können. Die Größe der Grundstücke orientiert sich am Bedarf und an den Vorstellungen der Investoren. Wir haben ein hohes Maß an Flexibilität. Ferner können sich die Firmen auf stabile Realsteuerhebesätze verlassen. Auch die Genehmigungsverfahren werden schnell und unbürokratisch unterstützt. Nicht vernachlässigt wird der ständige Austausch mit der heimischen Wirtschaft. Das Thema Kommunikation wird bei uns groß geschrieben und besitzt hohen Stellenwert. Es ist festzustellen, daß die sogenannten weichen Standortfaktoren immer mehr Gewicht erhalten. Hier hat Weikersheim gut investiert. Eine tolle Stadt lädt hier nicht nur zum Arbeiten ein. Durch attraktive Baugebiete in der Kernstadt und den Ortsteilen sowie durch das gesamte Wohnumfeld, den Versorgungsgrad durch unsere Ärzte und vor allem durch das hervorragende Schulangebot führt kein Weg an Weikersheim vorbei. Nicht zu vergessen ist dabei auch unsere Kulturszene. Ein Geheimtipp für alle, die diese noch nicht entdeckt haben.

RB: Was ist für die Zukunft geplant?
KK: In punkto Wirtschaftsförderung werden wir uns der Aktivierung unseres Gewerbegebietes "Tauberhöhe" widmen. Mit diesem Gewerbegebiet sind alle Investoren im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Höh". Arbeitsplätze hängen in Weikersheim aber auch stark vom Tourismus ab, deshalb gilt es auch da Zeichen zu setzen. Rathausumbau- und -sanierung zu einem modernen Bürgerzentrum sowie die Neugestaltung des Marktplatzes sind beinahe abgeschlossen. Die Saison kann gut ausklingen. Für die Fremdenverkehrssaison 2003 erwarte ich durch das neue attraktive Angebot große Zuwächse. Unterstützt werden wir hier auch durch die großartigen Angebote auf Schloss Weikersheim. Gut ins Bild passt hierzu der Wiederaufbau des Gänsturms am Eingang zu unserer Altstadt. Durch unsere guten Rahmenbedingungen wird die Kulturszene noch mehr in Erscheinung treten. Konzeptionell neue und innovative Ansätze werden Weikersheim weiter nach vorne bringen. Wichtiger Bestandteil hierzu ist auch der Dialog und die konkrete Zusammenarbeit mit dem Bund der Selbständigen.

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