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Bekrönung des Gänsturms
Turmspitze und Wetterfahne zieren die Haube
Neben den Umzügen der Kinder mit ihren bunten Laternen stand in Weikersheim am Tag des heiligen Martin der Gänsturm im wahrsten Sinne des Wortes im Rampenlicht. Gleißende Scheinwerfer erhellten vor überraschend vielen Bürgern und Gästen der Stadt den feierlichen Akt seiner Bekrönung. In der abendlichen Zeremonie erhielt die Haube des geschichtsträchtigen Turms als sichtbares Zeichen für das bevorstehende Ende seines Aufwuchses zu alter Größe Turmspitze und Wetterfahne.

Zu Beginn zeigte Bürgermeister Klaus Kornberger die zeitgeschichtlichen Dokumente auf, die später ihren Platz in der Krönungskugel unterhalb der Wetterfahne fanden. Zu ihnen gehörten unter anderen Strukturen und Statistiken der Stadt und ihrer Verwaltung, die Baugenehmigung und der Baubeschluss des Gemeinderats sowie Aufstellungen über die Kosten und den zeitlichen Ablauf der Wiederherstellung des Gänsturms. Mit dabei war auch ein Exemplar von Helmut Herrmanns Büchlein "Rund um den Gänsturm". Unter dem Geläut des von Hans-Erich Laukhuff persönlich gespendeten neuen "Armsünder- oder Steuerglöckchens" wurden anschließend die schriftlichen Zeitzeugen in die Kupferkartuschen verstaut, die noch vor Ort luftdicht verlötet wurden.
Danach stieg die "Krönungsdelegation" zusammen mit Bürgermeister Kornberger und Stadtbaumeister Alfred Wehr via Gerüst und Treppe zur Spitze des Gänsturms auf.
Beleuchtet vom Spot der gebündelten Scheinwerfer, begleitet vom Applaus der vielen Zuschauer und Trompetenklängen, unter Leitung von Bezirkskantor Peter Ammer, wurde die Kugel mit ihren Dokumenten und die Wetterfahne mit ihrer Gans und der Jahreszahl 2002 auf die Turmspitze gesetzt. Nach dem Abstieg trafen sich Freunde und Gönner traditionell zu ihrem vierten Gänsturmessen im Gelben Haus
Detlef Weber



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