Der Weg vom heutigen Gewerbebau zur Architektur der Arbeitswelt des
21. Jahrhunderts ist noch nicht am Ende. Dies gilt für die Anpassungsfähigkeit
an schnell wechselnde Betriebsanforderungen, an die Minimierung der
Betriebskosten und die Arbeitsatmosphäre, die Mitarbeiter motiviert.
Es gilt auch für das Umfeld, das auf der Tauberhöhe auf dem neuesten
Stand entwickelt wird. Schließlich wirkt Architektur und Raumgestaltung
nach außen, sie vermittelt Unternehmenskultur. Die innerbetriebliche
Infrastruktur markiert Festpunkte als Orientierung und identitätsstiftende
Bereiche für die Mitarbeiter. Baukultur wird integraler Teil der Firmenkultur
- klar, logisch, menschlich im Maßstab.
Das Produktionsgebäude als adaptionsfähige Maschine mit ökonomisch
arbeitenden Mediennetzen und optimierten Teile- und Stoffströmen,
permanent umbaubar mit wenigen „Handgriffen“ des eigenen Personals,
bedarf der Trennung von Konstruktions- und Medienraster sowie einer
Materialwahl, die weitgespannte Tragwerke erlaubt.
Permanente, betriebliche Veränderungen erfordern ein anpassungsfähiges
Layout der Funktionsbereiche in einer klaren Struktur von Erschließung
und Versorgung. Die Betriebseinheiten der Arbeitsvorbereitung, Konstruktion
und Produktion sind eng verbunden. Der Zugangsbereich mit Empfang,
als Träger der corporate identity wird nach außen orientiert.
Das Erscheinungsbild der Baugruppen ist ebenso öffentliche wie private
Aufgabe, denn beide - öffentliche und private Räume - müssen sich
in der Parklandschaft eng aufeinander beziehen. Moderne Produktionsstätten
zeigen die inneren Abläufe, Fassaden als Träger unverwechselbarer
Zeichen sind als Klimahülle in hohem Maße funktionsbestimmt, bieten
zugleich aber vielfältige Bezüge zur Parklandschaft und Einblicke
in den Betriebsablauf.