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Nassau – ein Vorzeigedorf, auf das man stolz sein kann

Vielseitige 900-Jahr-Feier in Nassau

Sein 900-jähriges Bestehen feierte Nassau am vergangenen Wochenende. Offizieller Höhepunkt war dabei der Festakt am Samstag Abend in der voll besetzten Festhalle. Mit einem Gedicht in Hohenloher Mundart leitete Elfriede Ott die Feier anlässlich der ersten Erwähnung ihres Dorfes "Nasaha" in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1103 ein.
Zuvor hatte Steffen Zeller und sein Ensemble "Jungle Orchestra" mit flotten Rhythmen einen stilvollen Auftakt gesetzt. Ortsvorsteher Willy Kraut gab einen kurzen Rückblick auf die letzten 50 Jahre der Nassauer Geschichte. Als Schwerpunkte nannte er die Kanalisation im Jahr 1951 und die Flurbereinigung ab 1963. 1972 sei Nassau nach Weikersheim eingemeindet worden, 1990 habe man den Dorfplatz neu gestaltet und 2001 das schmuck hergerichtete Dorf festlich eingeweiht. Demnächst werde noch die Feuerwehr ihr neues Domizil erhalten.



Gut lachen hatte Bürgermeister Klaus Kornberger, denn das "Vorzeigedorf" Nassau feierte sein 900-jähriges Bestehen mit einem würdigen Festwochenende.

Bürgermeister Klaus Kornberger würdigte die von einigen Nassauer Frauen "super geschmückte Halle" und stellte fest: "Auf Nassau ist Verlass!". Der Ort sei "stolz und sehr lebendig" und die Anstrengungen der Bürgerinnen und Bürger für ihr Dorf seien besonders in den letzten Jahren beispielhaft. Respekt und Anerkennung gelte allen, die das Ortsjubiläum vorbereitet hätten. Die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, werde auch in Zukunft gebraucht werden. Mit dem Lied "Nassau ist ein Hit" grüßte der Schulchor der Elpersheimer Astrid-Lindgren-Schule. Auch der Sängerkranz Nassau in Chorgemeinschaft mit dem Sängerbund Harmonie Weikersheim, dirigiert von Siegfried Maier, trug festliche Chorsätze vor.


"Fleißig und sparsam" seien die Nassauer, hob Ministerialdirigent Rainer Arnold vom baden-württembergischen Ministerium für den ländlichen Raum hervor. Sie "krempeln die Ärmel hoch und machen vieles aus dem, was sie haben". Nassau sei "ein Vorzeigedorf", auf das man stolz sein könne, betonte Landrat Georg Denzer in seinem Grußwort. Helmut Herrmann trug aus der von ihm erarbeiteten Nassauer Chronik das Geschehen im Ort am Ende des 2. Weltkriegs vor.
Nach dem Festakt feierten die Nassauer mit ihren Gästen auf dem Lindenplatz weiter. Die "Taubertaler Musikanten" aus Tauberrettersheim spielten zur Unterhaltung auf und so konnte man die laue Sommernacht bis in die Morgenstunden bei guter Bewirtung und lockerer Unterhaltung genießen.
Das Sonntagsprogramm begann mit einem Mundartgottesdienst mit Landesbauernpfarrer Willi Mönikheim, dem von Steffen Zeller geleiteten Kirchenchor und dem Posaunenchor aus Elpersheim, den Hermann Neubert dirigierte.
Anschließend war festliches Treiben mit guter Bewirtung den ganzen Tag über geboten.
An vielen Stellen im geschmückten Dorf wurden alte Geräte und Maschinen aus Hof und Scheune gezeigt. Eine Dreschmaschine von anno dazumal war in Betrieb, emsige Frauen ließen die Spinnräder surren und Wäscherinnen plagten sich am Waschbrett ab. Örtliche Firmen zeigten zudem, wie heute gearbeitet wird. In einer Kunstausstellung präsentierte Angela Schmitz-Teske ansprechende Bilder mit Motiven aus Nassau. Die Führungen durch die St.-Bartholomäus-Kirche, gehalten von Pfarrer i.R. Dieter Strohhäcker, fanden regen Zuspruch.


»Waschfrauen am Nassauer Bach« - alte Traditionen wurden neu belebt.

Am Lindenplatz spielte der Deutschorden-Spielmannszug aus Bad Mergentheim auf, auf der Bühne gab der Kindergarten Schäftersheim eine Vorführung, Volkstänze wurden gezeigt und die Jagdhornbläser ließen ihre Instrumente erklingen. Quer durch das Dorf musizierte der Straßenmusikant "Herres" aus Oberndorf und in der Kirche gab es ein Orgelkonzert mit Steffen Zeller. Mittelalterliche Musik gaben die "Scheiredrescher" zum Besten. Auch ein ideenreiches Kinderprogramm wurde geboten. Es gab Möglichkeiten zum Basteln, Malen und zum Esel- und Ponyreiten.


Zahlreiche historische Traktoren waren in der Nassauer Dorfmitte zu sehen. Ein Lanz Bulldog Jahrgang 1938 fand großes Interesse bei Jung und Alt.

Die jugendliche Generation hatte das Jubiläumsfest bereits am Freitag Abend begonnen: Heiße Rhythman mit DJ Mobby erklangen und die Magic Zaubershow mit Mr. Joy alias
Karsten Strohhäcker bot professionelle Darbietungen und dazu eine klare christliche Message.
Die Reihe der 900-Jahr-Feiern in der Region fand so mit dem Nassauer Jubiläumsfest einen würdigen Abschluss.
Text und Fotos: Peter Keßler

Bildergalerie

Die Bildergalerie der 900-Jahr-Feier im Dorfgemeinschaftshaus ist am Sonntag, 3.8. und Sonntag, 10.8. jeweils ab 13.00 Uhr für alle Interessenten geöffnet.

Dankeschön an Nassauer Bürgerinnen und Bürger
Der Ortsteil Nassau feierte am vergangnen Wochenende sein 900-jähriges Bestehen.
Es war ein rundherum gelungenes Fest und bestach durch sein vielfältiges Angebot und durch liebevoll aufbereiteten Stationen.
Deshalb sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten gerichtet, allen voran Herrn Ortsvorsteher Willy Kraut mit seinem Ortschaftsrat, dem gesamten Vorbereitungsteam, allen Organisatoren und beteiligten Vereinen, aber auch allen Bürgerinnen und Bürgern die tatkräftig mitgeholfen haben, dieses Wochenende zu einem unvergesslichen Fest zu machen. Die Mühe wurde belohnt durch den Besuch zahlreicher Besucher und Gäste aus nah und fern. Nassau präsentierte sich an diesem Wochenende in einem vorbildlichen Miteinander und war ein guter Botschafter und Imageträger für die gesamte Stadt Weikersheim.
Nochmals an ALLE ein herzliches Danke!

Ihr
Klaus Kornberger, Bürgermeister

Dank des Ortsvorstehers
Im Namen des Ortschaftsrates darf ich allen, die zum Gelingen unserer Festtage in Nassau beigetragen haben, herzlich danken. Die Festtage haben gezeigt, daß die Nassauer Bürgerinnen und Bürger zu feiern verstehen und daß letztendlich auf alle Vereine und Organisationen Verlass ist.

Ihr
Willi Kraut , Ortsvorsteher

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